Um den "König der Tiere" ist es schlecht bestellt: Ehemals über fast ganz Afrika verbreitet, gibt es nach einer
aktuellen Studie nur noch 23.000 Löwen. In Gabun, Lesotho, Liberia, Togo, Sierra Leone und anderen Ländern ist der
Löwe sogar bereits ausgerottet. Neben Lebensraumzerstörung und eingeschleppten Krankheiten macht der imposanten
Großkatze v.a. die Trophäenjagd zu schaffen.
Trophäenjäger aus Europa und den USA zahlen bis zu 4.000 Euro für den
noch immer legalen Abschuss eines Mähnenträgers und tragen direkt zum Niedergang des Löwen bei.
Seit den 50er Jahren korrigieren Wissenschaftler den Bestand des Afrikanischen Löwen permanent nach unten:
Bei einer Untersuchung aus dem Jahr 1996 wurde der Gesamtbestand noch auf 30-100.000 Tiere geschätzt.
Eine aktuelle Studie geht sogar nur noch von 23.000 Löwen aus, mit maximal 10.000 erwachsenen Tieren. Vor allem in
West- und Zentralafrika sind die Bestände klein, voneinander isoliert und stark rückgängig.
Vier größere Löwenpopulationen gibt es derzeit noch in der Serengeti (2.500 Löwen) und im Selous-Ökosystem
(3.750 Tiere), im Okavonga-Delta in Botswana (1.438) und im südafrikanischen Krüger-Nationalpark (2.200). Dies
bedeutet, dass 43% des Gesamtbestandes auf nur noch vier Länder verteilt sind. In vielen anderen Ländern bestehen
die Bestände nur noch aus wenigen Dutzend Tieren, so z.B. in Ghana (30), Mali (50), Benin (65) und Niger (70).
Trotzdem ist noch immer in 13 Ländern Afrikas die Trophäenjagd erlaubt, und auch deutsche Jäger importieren
weiterhin Löwentrophäen, sogar aus Kamerun (Bestand 200 Tiere) oder Burkina Faso (Bestand 100 Tiere). Zwischen
1992 und 2002 wurden weltweit 7.354 Löwentrophäen, fast 2.500 –felle und fast 1.400 –schädel exportiert.
Kurz gesagt, der Löwe ist vom Aussterben bedroht.
Quelle: prowildlife.de
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